Ir al contenido principal

Die Balearen B1 Leseverstwhen

Die Balearen B1
Niveau B1 · Deutsch

Die Balearen: Vergangenheit,
Gegenwart und Zukunft

Invasionen, Kulturen und das Morgen unserer Inseln

Die Balearischen Inseln liegen im westlichen Mittelmeer. Sie bestehen aus vier Hauptinseln — Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera. Heute leben dort Menschen aus Dutzenden verschiedenen Ländern. Diese kulturelle Vielfalt ist das Ergebnis von Jahrtausenden der Begegnungen, Invasionen und Vermischungen.

Vergangenheit

Die ersten Bewohner kamen vor mehr als 4.000 Jahren. Sie bauten rätselhafte Steintürme — die talaiots — deren Überreste noch heute sichtbar sind.

Phönizier und Griechen kamen als Händler und brachten den Olivenbaum und die Weinrebe mit.

Etymologische Kuriosität: „Balear" stammt vom griechischen ballein — „schleudern". Die Inselbewohner waren berühmt für ihre Steinschleuder und wurden von Rom und Karthago als Söldner eingesetzt.

Die Römer eroberten die Inseln 123 v. Chr. Sie gründeten Städte, bauten Straßen und regierten über 500 Jahre. Mallorca hieß Balearis Major, Menorca Balearis Minor.

Die Araber kamen 902 n. Chr. und blieben über 300 Jahre. Sie entwickelten Bewässerungssysteme und pflanzten Mandeln und Orangen. Rund 70 % der Ortsnamen auf Mallorca haben arabischen Ursprung.

Sprachliches Erbe: „Binissalem" kommt vom arabischen Beni Salim = „Söhne des Salem". Das Präfix Bini- findet sich in Dutzenden Dorfnamen.

König Jaume I. landete 1229 auf Mallorca und beendete die arabische Herrschaft. Die arabische Bevölkerung wurde vertrieben oder zur Konversion gezwungen.

Piraten aus Nordafrika blieben danach ein ständiges Problem. Es entstanden Wachttürme entlang der Küste und Kirchen mit meterdicken Mauern als Zuflucht.

Gegenwart

Jährlich kommen über 16 Millionen Touristen — das Fünfzehnfache der Einwohnerzahl. Die wichtigsten Herkunftsländer sind Deutschland, Großbritannien und Frankreich.

Aktuelle Zahlen: Auf Mallorca leben rund 20.000–25.000 Menschen mit deutschem Pass. In manchen Gemeinden im Inselnorden sind Schilder und Restaurants auf Deutsch ausgerichtet.

Diese neue, friedliche „Invasion" bringt Wohlstand, aber auch Probleme: Die Immobilienpreise sind stark gestiegen. Junge Mallorquiner können sich kaum noch eine Wohnung leisten. Spanisch, Englisch und Deutsch verdrängen das Mallorquinische.

Zukunft

Nachhaltiger Tourismus: Die Regierung hat eine Touristensteuer eingeführt und Mietfahrzeuge begrenzt. Viele Experten halten diese Schritte für unzureichend.

Kulturelle Identität: Mallorquinisch zu erhalten bedeutet, eine Sprache, eine Küche und ein Gemeinschaftsgefühl zu retten.

Soziale Gerechtigkeit: Die Schere zwischen wohlhabenden Zugezogenen und Einheimischen wächst. Neue Wohnraumpolitik steht auf der Agenda.

Ausblick: Diese Inseln waren immer ein Kreuzungspunkt der Kulturen. Die Frage für die Zukunft lautet nicht ob neue Einflüsse kommen — sie werden kommen. Die Frage ist, wie die Inseln damit umgehen, ohne ihre Seele zu verlieren.

Wähle die richtige Antwort und klicke auf „Antwort prüfen".

von 10 Fragen richtig
Soy profesora por vocación. Medio alemana y medio española, mi lengua materna es el alemán, aunque he crecido en España. En realidad, soy trilingüe: hablo alemán, castellano y catalán por igual. Estudié Magisterio y completé la formación necesaria para la enseñanza de idiomas. A lo largo de los años he disfrutado enormemente de mi trabajo y he ido creando, recopilando y adaptando materiales que han acompañado a muchos alumnos en su aprendizaje. Este blog nace con la intención de compartir parte de ese recorrido y de facilitar el camino a quienes tengan interés en aprender. Porque aprender un idioma no es solo estudiar… es descubrir, avanzar y disfrutar del proceso. Así que… disfrutad del camino

Comentarios

© 2020 Alemán Gisela

Designed by Open Themes & Nahuatl.mx.